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Kopf in staubfreier Luft –
                              Füße in glasklarem Wasser

Ab Ende Juni bis August klettern die Temperaturen oft wochenlang über 30 Grad bei großer Trockenheit. Es ist eine Erlösung, wenn ein Gewitter endlich Regen sowie kühlere Temperaturen bringt. Dann sitzt man entspannt im Zimmer, hört das Grollen des Donners und das Trommeln des Regens, blickt befriedigt aus dem Fenster auf die vom Himmel herabströmenden Wasserfluten, die plätschernd die leeren Regentonnen füllen. Doch wie man bei anhaltender Trockenheit den Regen herbei gesehnt hat, so sehnt man sein Ende herbei, nachdem es vielleicht mehrere Tage, ja sogar zwei Wochen lang geregnet hat, die Regentonnen überlaufen, auch am Tage keine 10 Grad erreicht werden, der Fluss die doppelte Breite erreicht und wegen der darin schwimmenden Baumstämme kaum noch befahren werden kann. Nach dem Regen verbreitet die nun wieder intensiv scheinende Sonne Wärme, die Erde dampft, und in der warmen, feuchten Witterung schieben sich braune, beige- und orangefarbene Pilzkappen durch den Waldboden. Die Luft ist staubfrei und gesättigt vom Duft des Waldes und der Wiesen, und die Umgebung erstrahlt frisch gewaschen in neuem Glanz. Der blaue Himmel und die weißen Wolken spiegeln sich an Sonnentagen im Fluss, und sein klares Wasser lädt ein zum Baden. Herrlich ist es, an heißen Tagen seine Glieder von dessen kaltem, weichem Wasser umschmeicheln zu lassen, sein Dahinströmen über das saubere Kiesbett und das Spiel der kleinen Fischchen zu beobachten, dem Plätschern und Rauschen zu lauschen.

 

An den steinigen, kiesigen Ufern wächst in großen Mengen wilder Schnittlauch, blühen eine Vielzahl blauer Kuhschellen und pinkfarbener Nelken. In den Flussauen öffnen die in umfangreichen Gruppen wachsenden, kräftig blauen Iris ihre Blüten, und an den Waldrändern und Feuchtwiesen ziehen großblütige, rote Lilien die Blicke auf sich. In der Taiga reifen viele verschiedene essbare Beeren und und Pilze.

 Wasssergruß